Protest und Anpassung im Jahr 1968
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Ein Geschichtsprojekt von zwei Schulklassen
aus Hessen und Thüringen

 
Mode und Musik
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HIPPIES Philosophie  

Erziehungsmethoden

Die Hippies lehnten jede Form von Autorität ab, da sie der Meinung waren dies würde eine freie Entwicklung zum selbständigen Individuum einschränken. In ihren Augen war eine autoritäre Erziehung eine Art Unterdrückung das ein "Brechen des kindlichen Willens" zur Folge hat. Das was die Hippieeinstellung ausmacht, das Finden des wahren Selbst, wird somit verhindert.

"Konzept der zwangsfreien Erziehung"

Während die meisten Eltern versuchten, den Charakter ihrer Kinder zu formen und somit dem Umfeld anzupassen, verfolgen die Hippies den Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit. Dies heißt allerdings nicht das Jugendliche ohne Führung von Erwachsenen ihren Lebensweg können. Ältere und junge Menschen sollten auf einer freundschaftlichen Basis voneinander lernen.


Östliche Religion - Der Trail nach Asien -

Anfang der 60er Jahre begannen die Hippies den Aufbruch in den Osten. Indien wurde als ,,Erlösung des Seins“ bezeichnet. Tausende von Hippies pilgerten zwischen 1966 und 1969 nach Indien. Gründe für diesen "Trail nach Asien" war vor allem die Faszination an der orientalischen Musik. Des Weiteren wollten die Gammler, wie sie auch bezeichnet wurden, den Kontakt zur eigenen Seele bzw. zum Selbst vertiefen.

Kabul und Katmandul wurden in dieser Zeit besonders bekannt. Während Kabul nur als "Durchgangsstation" diente, war Katmandul als "Endziel der Träume" bezeichnet.
Dies wird mit dem Zitat [,,Indien ist das Nirwana von Morgen, dort kann ich tun, was ich will.“] eines unbekannten Hippies von 1967 deutlich, wie Indien als "Erlösungsort" dargestellt wird.
Die Hippies sahen in Indien mit dem Nirwana die "Freiheit von der Gesellschaft". Dort wollten sie sich in die Gedankenlosigkeit fallen lassen. Ihnen, den Hippies, wurde mit der Zeit klar, dass sie alle nur Suchende sind - auf der Suche nach der Mystik, der den Raum zu bisher verschlossenen Ebenen öffnen sollte.


Outsider? !?

Hippies lehnten grundsätzlich den technischen Fortschritt, sowie jede Form der Autorität und Unterdrückung ab. Das Spießbürgertum mit ihren Normen und Moralvorstellungen passt einfach nicht in ihren freien Lebensstil. Diese Abneigung äußert sich allerdings nicht in einer organisierten Form der Revolution, sondern im passiven Rückzug im Outsiderdasein.

Die apolitische Haltung

,,Lieber von Faschisten erschlagen werden, als selber Faschist sein, lieber von Kommunisten erschlagen werden, als selber ein Kommunist sein." (Hesse im März 1933)
--> Bezüglich der politischen Einstellung sehr aussagekräftig!

Weiterhin hatte auch der Anarchismus gewissen Einfluss, welcher dazu führte, dass die Hippies das Prinzip der Regierung einfach ablehnten.
,, Do your own thing, be what you are. If you don`t know what you are, find out.” (Marrer-Tising)


Naturliebe

Die Hippiekultur fühlte sich durch das oberflächige Großstadtleben und den maschinellen Fortschritt der Natur entfremdet und suchte den Weg zurück zu ihren Ursprüngen, sie sahen die Natur als Ausgangspunkt zur Verwirklichung des Selbst.
>die 3 Hauptfaktoren waren der wissenschaftliche Umgang mit der Natur, der technische Fortschritt und auch die christliche Tradition.


Idole/Musik


Idole stellten in den meisten Fällen die Inspirationsquelle der Hippies dar.
Ein bekanntes Lied, welches direkt auf den Ursprung der Kultur hinweißt, war der Hit „San Francisco (be sure to wear some flowers in your hair)“ von Scott Mc Kenzie.
Jedoch ist auch zu sagen, dass nicht jeder Teenager/Hippie der 60er und 70er ein Fan dieser neuen Musik war. Dies zeigte auch das Zeitzeugengespräch mit Peter Wulkau. Er interessierte sich schon immer für klassische Musik und somit waren Topbands wie ,,The Beatles“ oder „The Rolling Stones“ [,,…zwar nett anzuhören…“], jedoch inspirierten sie ihn nicht.

Weitere Idole waren Bands, wie „The Gratefull Dead“; Aktivisten, wie Ken Kesey oder Schauspieler, wie Peter Fonda.

Drogen - Der größte Einfluss -


In der Hippiebewegung gab es so viele Menschen, die kollektiv Drogen konsumierten, wie noch nie. Neben Haschisch, die bis dahin am weitesten verbreitete Droge, wurden auch LSD und Heroin eingenommen. Da die Rolle im Laufe der Zeit immer stärker zunahm, wurden sie kostenlos und massenhaft bei Konzerten verteilt. Sie wollten sich damit in der Musik verlieren und entspannen. Des Weiteren spielten sie im alttäglichen Leben eine große Rolle und nahmen einen wichtigen Standpunkt ein. Auf Grund erhöhten Drogeneinflusses gab es während der Hippiebewegung viele Drogenopfer.

Zu diesem Thema befragten wir auch unseren Zeitzeugen Helmut O. Brunn, der sich wie folgt dazu äußerte: -„Ich hab einmal Haschisch geraucht, aber nicht inhaliert.“
-„Ich habe es probiert, aber war nie scharf darauf.“
-„Ich habe einmal LSD probiert, danach Sex mit meiner Freundin gehabt - das war ein besonderes „Erlebnis“.“

„Make Love Not War“ - Antikriegsbewegung!

Dieses Motto der Hippies entstand in der Amtszeit von Lyndon B. Johnson, in der es zur Eskalation des Vietnam-Kriegs kam und Rassen- und Studentenunruhen folgten.

Bsp.:

  • am 1. August 1963 lässt Martin Luther King 250.000 Menschen an seinem Traum von der Gleichheit zwischen „Schwarz und Weiß“ teilhaben
  • am 21.10.1967 fand der „March on the Penthagon“ statt; ca. 120.000 Demonstranten
    protestierten mit Parolen, wie: „Geld ist eine Droge.“ oder „Rollt euch Joints aus den
    Scheinen und raucht sie!“ gegen das politische System.

Damit protestierten sie vor allem gegen überkommende gesellschaftliche Werte und für die Freiheit des Individuums, sexuelle Befreiung und soziale Gerechtigkeit. Ein gutes Bsp. dafür ist das Festival „Summer of Love“, mit welchem sie vor allem die Gebundenheit und Nächstenliebe zum Ausdruck bringen wollten.

Zeitzeuge Brunn: „Make Love not War – dazu passte es sich sexy zu kleiden.“


- Trampen und Wandern -

Das neue Verhältnis zur Natur zeigte bei den Hippies die unterschiedlichsten Auswirkungen: Manche versuchten, mit Hilfe von Drogen, Psychedelic - Music und Tanz die Trancezustände der primitiven Völker nachzuahmen, andere zogen in großen Gruppen aufs Land, um dort alternativ lebende Kommunen zu gründen, die meist in Eigenverantwortung Bauernhöfe o. Ä. bewirtschafteten. Eine weitere Folge der Naturbegeisterung war der Wunsch nach Freiheit und Abstand von der materiell orientierten Umgebung, durch das Reisen. Fortbewegungsmittel waren meist die eigenen Beine, dabei standen Wandern und Trampen, mit Rucksack und wenig Komfort, im Vordergrund.


Bildquellen:
http://mysite.verizon.net
http://www.youngamericans.org
http://www.planetesacha.com
http://img-x.fotocommunity.com
http://www.peace-not-war.org
http://www.historyguide.org

Philosophie
Hippies in den Medien
 

 

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