Erziehungsmethoden
Die
Hippies lehnten jede Form von Autorität ab, da sie
der Meinung waren dies würde eine freie Entwicklung
zum selbständigen Individuum einschränken. In
ihren Augen war eine autoritäre Erziehung eine Art
Unterdrückung das ein "Brechen des kindlichen
Willens" zur Folge hat. Das was die Hippieeinstellung
ausmacht, das Finden des wahren Selbst, wird somit verhindert.
"Konzept der zwangsfreien Erziehung"
Während die meisten Eltern versuchten, den Charakter
ihrer Kinder zu formen und somit dem Umfeld anzupassen,
verfolgen die Hippies den Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit.
Dies heißt allerdings nicht das Jugendliche ohne Führung
von Erwachsenen ihren Lebensweg können. Ältere
und junge Menschen sollten auf einer freundschaftlichen
Basis voneinander lernen.
Östliche Religion - Der Trail nach Asien -
Anfang
der 60er Jahre begannen die Hippies den Aufbruch in den
Osten. Indien wurde als ,,Erlösung des Seins“
bezeichnet. Tausende von Hippies pilgerten zwischen 1966
und 1969 nach Indien. Gründe für diesen "Trail
nach Asien" war vor allem die Faszination an der orientalischen
Musik. Des Weiteren wollten die Gammler, wie sie auch bezeichnet
wurden, den Kontakt zur eigenen Seele bzw. zum Selbst vertiefen.
Kabul und Katmandul wurden in dieser Zeit besonders bekannt.
Während Kabul nur als "Durchgangsstation"
diente, war Katmandul als "Endziel der Träume"
bezeichnet.
Dies wird mit dem Zitat [,,Indien ist das Nirwana von Morgen,
dort kann ich tun, was ich will.“] eines unbekannten
Hippies von 1967 deutlich, wie Indien als "Erlösungsort"
dargestellt wird.
Die Hippies sahen in Indien mit dem Nirwana die "Freiheit
von der Gesellschaft". Dort wollten sie sich in die
Gedankenlosigkeit fallen lassen. Ihnen, den Hippies, wurde
mit der Zeit klar, dass sie alle nur Suchende sind - auf
der Suche nach der Mystik, der den Raum zu bisher verschlossenen
Ebenen öffnen sollte.

Outsider? !?
Hippies lehnten grundsätzlich den technischen Fortschritt,
sowie jede Form der Autorität und Unterdrückung
ab. Das Spießbürgertum mit ihren Normen und Moralvorstellungen
passt einfach nicht in ihren freien Lebensstil. Diese Abneigung
äußert sich allerdings nicht in einer organisierten
Form der Revolution, sondern im passiven Rückzug im
Outsiderdasein.
Die apolitische Haltung
,,Lieber von Faschisten erschlagen werden, als selber Faschist
sein, lieber von Kommunisten erschlagen werden, als selber
ein Kommunist sein." (Hesse im März 1933)
--> Bezüglich der politischen Einstellung sehr aussagekräftig!
Weiterhin hatte auch der Anarchismus gewissen Einfluss,
welcher dazu führte, dass die Hippies das Prinzip der
Regierung einfach ablehnten.
,, Do your own thing, be what you are. If you don`t know
what you are, find out.” (Marrer-Tising)
Naturliebe
Die Hippiekultur fühlte sich durch das oberflächige
Großstadtleben und den maschinellen Fortschritt der
Natur entfremdet und suchte den Weg zurück zu ihren
Ursprüngen, sie sahen die Natur als Ausgangspunkt zur
Verwirklichung des Selbst.
>die 3 Hauptfaktoren waren der wissenschaftliche Umgang
mit der Natur, der technische Fortschritt und auch die christliche
Tradition.
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Idole/Musik

Idole stellten in den meisten Fällen die Inspirationsquelle
der Hippies dar.
Ein bekanntes Lied, welches direkt auf den Ursprung der
Kultur hinweißt, war der Hit „San Francisco
(be sure to wear some flowers in your hair)“ von Scott
Mc Kenzie.
Jedoch ist auch zu sagen, dass nicht jeder Teenager/Hippie
der 60er und 70er ein Fan dieser neuen Musik war. Dies zeigte
auch das Zeitzeugengespräch mit Peter Wulkau.
Er interessierte sich schon immer für klassische Musik
und somit waren Topbands wie ,,The Beatles“ oder „The
Rolling Stones“ [,,…zwar nett anzuhören…“],
jedoch inspirierten sie ihn nicht.
Weitere Idole waren Bands, wie „The Gratefull Dead“;
Aktivisten, wie Ken Kesey oder Schauspieler, wie Peter Fonda.
Drogen - Der größte Einfluss -

In der Hippiebewegung gab es so viele Menschen, die kollektiv
Drogen konsumierten, wie noch nie. Neben Haschisch, die
bis dahin am weitesten verbreitete Droge, wurden auch LSD
und Heroin eingenommen. Da die Rolle im Laufe der Zeit immer
stärker zunahm, wurden sie kostenlos und massenhaft
bei Konzerten verteilt. Sie wollten sich damit in der Musik
verlieren und entspannen. Des Weiteren spielten sie im alttäglichen
Leben eine große Rolle und nahmen einen wichtigen
Standpunkt ein. Auf Grund erhöhten Drogeneinflusses
gab es während der Hippiebewegung viele Drogenopfer.
Zu diesem Thema befragten wir auch unseren Zeitzeugen
Helmut O. Brunn, der sich wie folgt dazu äußerte:
-„Ich hab einmal Haschisch geraucht, aber nicht inhaliert.“
-„Ich habe es probiert, aber war nie scharf darauf.“
-„Ich habe einmal LSD probiert, danach Sex mit meiner
Freundin gehabt - das war ein besonderes „Erlebnis“.“
„Make
Love Not War“ - Antikriegsbewegung!
Dieses Motto der Hippies entstand in der Amtszeit von Lyndon
B. Johnson, in der es zur Eskalation des Vietnam-Kriegs
kam und Rassen- und Studentenunruhen folgten.
Bsp.:
- am 1. August 1963 lässt Martin Luther King 250.000
Menschen an seinem Traum von der Gleichheit zwischen „Schwarz
und Weiß“ teilhaben
- am 21.10.1967 fand der „March on the Penthagon“
statt; ca. 120.000 Demonstranten
protestierten mit Parolen, wie: „Geld ist eine Droge.“
oder „Rollt euch Joints aus den
Scheinen und raucht sie!“ gegen das politische System.
Damit
protestierten sie vor allem gegen überkommende gesellschaftliche
Werte und für die Freiheit des Individuums, sexuelle
Befreiung und soziale Gerechtigkeit. Ein gutes Bsp. dafür
ist das Festival „Summer of Love“, mit welchem
sie vor allem die Gebundenheit und Nächstenliebe zum
Ausdruck bringen wollten.
Zeitzeuge Brunn: „Make Love not War – dazu
passte es sich sexy zu kleiden.“
- Trampen und Wandern -
Das neue Verhältnis zur Natur zeigte bei den Hippies
die unterschiedlichsten Auswirkungen: Manche versuchten,
mit Hilfe von Drogen, Psychedelic - Music und Tanz die Trancezustände
der primitiven Völker nachzuahmen, andere zogen in
großen Gruppen aufs Land, um dort alternativ lebende
Kommunen zu gründen, die meist in Eigenverantwortung
Bauernhöfe o. Ä. bewirtschafteten. Eine weitere
Folge der Naturbegeisterung war der Wunsch nach Freiheit
und Abstand von der materiell orientierten Umgebung, durch
das Reisen. Fortbewegungsmittel waren meist die eigenen
Beine, dabei standen Wandern und Trampen, mit Rucksack und
wenig Komfort, im Vordergrund.
Bildquellen:
http://mysite.verizon.net
http://www.youngamericans.org
http://www.planetesacha.com
http://img-x.fotocommunity.com
http://www.peace-not-war.org
http://www.historyguide.org
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