| Drogenexzesse,
wilde Orgien, den ganzen Tag vollgepumpt mit Drogen in der
Ecke liegen und Sex mit allen möglichen Leuten haben…
Dies sind Vorstellungen vieler Leute, wie es in der Kommune
1 zugegangen sein muss.
Drogen und sexuelle Ausschweifungen sind in Verbindung mit
der Kommune 1 fest in den Köpfen der Leute verankert.
Wenn es bei einer Umfrage oder einer Unterhaltung um die
alternative Wohngemeinschaft geht, werden nur wenige Themenbereiche
angesprochen.
Themen wie das politische Interesse werden fast gänzlich
vergessen.
Auch die eigentlichen Ziele der Kommunarden stehen meist
im Hintergrund.
Die Wohngemeinschaft der 60er wird sehr oft auf Stereotypen,
die noch heute an ihr kleben, reduziert.
|
Um herauszufinden, worum
es den Kommunarden wirklich ging, was deren Ziel war, und
wie das Leben in der neu gestalteten „Familie“
wirklich ablief, haben wir uns mit Rainer Langhans, einem
Ex- Kommunarden und Geliebten von Uschi Obermaier, unterhalten.
Dieser ist extra um mit uns zu sprechen aus München
angereist und hat ein sehr interessantes Gespräch mit
uns in Bad Hersfeld geführt.
Das Gespräch verlief sehr interessant, Herr Langhans
wirkte sehr locker, was das Gespräch mit ihm sehr erleichterte.
Er erzählte zuerst, wie seine Jugend war, wie sich
seine politische Meinung herausgebildet hat, und schließlich
erzählte er vom Leben in der Kommune 1, worum es uns
eigentlich ging.
Von dem Gespräch versprach sich unsere Gruppe, die
wahre Gestalt der Kommune 1 zu ergründen und die bestehenden
Vorurteile zu reduzieren…
Im Folgenden werden wir die Aussagen von Rainer Langhans
den Vorurteilen gegenüberstellen…Wir hoffen wir
können einige geläufige Vorurteile gegenüber
der Kommune 1 abwenden oder relatizweien, sodass Sie ein
neues Bild der Kommune bekommen. |