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Proletarischer Internationalismus
Der „Proletarische Internationalismus“ bildet das
Grundprinzip der Zusammenarbeit und Bruderschaft der sozialistischen
Länder.
Er basiert auf Solidarität und bezeichnet den Kampf aller
Proletarier gegen die Bourgeoisie.
Man kann den „Proletarischen Internationalismus“ auf
die Losung „Proletarier aller Länder vereinigt euch“
reduzieren.
Allgemeine Entwicklungshilfe
Die DDR und ihr „Bruder“ Kuba verband eine kommunistische
Völkerfreundschaft. Zahlreiche Briefkontakte bestanden zwischen
den Bürgern beider Staaten. Sie tauschten sich auch wirtschaftlich
aus. Kuba erhielt unter anderem gebrauchte Autos wie den Wartburg
sowie Computer und Fahrräder. Die DDR bildete außerdem
viele kubanische Ärzte sowie Lehrer aus und bekam im Gegenzug
günstig die begehrten Südfrüchte wie Mandarinen.
Unser erster Zeitzeuge Peter Wulkau sagte, dass zwischen beiden
Ländern eine enge Militär- und Handelsbeziehung bestand.
Auch ihre Geheimdienste arbeiteten demzufolge oft zusammen. Des
Weiteren fand Kubas ablehnende Haltung gegen den Vietnam-Krieg
Zuspruch in der BRD, wie der zweite Zeitzeuge Helmut O. Brunn
berichtete.
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Entwicklungshilfe
der DDR im Sport
Kuba übernahm große Teile des erfolgreichen DDR-Sportsystems.
Die DDR unterstützte die „kämpferischen kubanischen
Sportler“ mit Sportgeräten und Profi-Trainern, sagte
der dritte Zeitzeuge Frieder Wittmann aus Meuselwitz, der zu dieser
Zeit Kontakt mit deutschen Spitzentrainern hielt. „Besondere
Erfolge erreichte Kuba im Boxen und Volleyball.“, betonte
er.
Urlaub in Kuba
Nur einmal im Jahr fuhr das Schiff „MS-Deutschland“
auf die karibische Insel. Diese Fahrt war für DDR-Bürger
eine sehr große Ehre, denn die Reise nach Kuba blieb für
den Otto-Normal-Verbraucher aufgrund der begrenzten Urlauberzahl
ein unerfüllter Traum. Aber verdiente DDR-Staatsbürger,
Medaillengewinner und deren Trainer bestätigten als einzige
Ausnahme die Regel. Diese wurden von Fidel Castro persönlich
eingeladen, erzählte ebenfalls Frieder Wittmann. Unser vierter
Zeitzeuge Heinz Pilz aus Altenburg hatte als Chauffeur eines Abgeordneten
Zugang zu dieser Reise. Schließlich konnte unser letzter Zeitzeuge
Jürgen Lange aus Altenburg sogar während seiner Zeit bei
der DDR-Handelsmarine seinen Urlaub auf Kuba verbringen.
Autoren: Jan Tschentscher, Tommy Pfefferkorn,
Florian Körner, Ingmar Lange |