| Nach der Wende
- wie uns der Zeitzeuge Peter Wulkau (geb. 1947) bestätigte
- erfuhr man, dass die damaligen Erfolge so extrem wichtig für
das Land waren, dass sie sogar Leben und Gesundheit der Athleten
riskierten. Oftmals wurden die guten Resultate (jedoch nicht nur)
der DDR-Sportler mit Doping erzielt. Bis zu 10.000 Sportler ließ
das DDR-Regime dopen.
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Ein Auszug aus einem Zeitungsartikel
1969 von
Brigitte Berendonk verdeutlicht die unsportliche Lage.
„ ... Seit Mexiko (Olympiaspiele 1968) und Athen (Europameisterschaften
1969) kann man es auch beim besten Willen nicht mehr vornehm vertuschen:
die Hormonpille (oder -spritze) gehört anscheinend ebenso
zum modernen Hochleistungssport wie Trainingsplan und Trikot,
wie Spikes und Spesenschecks. Nach meiner Schätzung treffen
sich bei großen Wettkämpfen bald mehr Pillenschlucker
als Nichtschlucker. Olympia nach dem Motto: Dianaboliker aller
Länder, vereinigt euch! nahezu aller Zehnkämpfer der
Weltklasse nehmen die Pille, 90% der Werfer, Stoßer und
Gewichtheber, etwa die Hälfte der Springer und Sprinter,
und auch bei den Ruderern, Schwimmern und Mannschaftsspielern
wird sie immer beliebter ...“
An diesem erschreckendem Beispiel erkennt man deutlich die ernste
Lage der Pillenausnutzung und Lügen im Sport.
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